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Nachdem sich das Leben nach dem verheerenden 2. Weltkrieg wieder allmählich normalisierte ind die Männer nach und nach aus den Kriegsgefangenschaften nach Hause kamen, regte sich zuerst das sportliche Leben in Lindenberg. Um 1950 wurde durch G. Herrmann, U. Luchs, G. Lamprecht, U. Hannemann und dem Arzt Dr. Haake zunächst Tischtennis und später auch Volleyball gespielt. Auch die Frauen spielten mit ihren Männern Tischtennis. Am 1. Oktober 1951 erfolgte die Gründung der “SG Lindenberg”. Noch im gleichen Jahr nahm man am Punktspielbetrieb der 2. Kreisklasse teil. Die Aktiven der ersten Stunde waren neben Dr. Haake und Mäxchen Herrmann auch der Friseur Walter Reuschke als Vorsitzender des Vereins und Herr Kaufmann als Kassierer. Eine besondere Rolle spielte auch der junge Uli Hannemann. Er war ab 1955 Sektionsleiter Fußball, machte 1958 seine Schiedsrichterprüfung, war Staffelleiter der 2. und später der 1. Kreisklasse und von 1959 bis 1966 Stellvertretender Vorsitzender des DTSB-Kreisvorstandes. Weiterhin war er auch Vorsitzender des Sportvereins. In diesen Funktionen hat er sich auch immer für die Entwicklung des Lindenberger Sports eingesetzt. Ab 1960 erfolgte die Umbenennung in “BSG Traktor Lindenberg”. Träger war jetzt wie in fast allen anderen Dorfvereinen die LPG. In den 60er Jahren waren unsere Fußballer sehr erfolgreich. Neben dem Gewinn des “Goldenen Traktors”, dem FDGB-Pokal, wurde 1968/1969 auch der Kreismeistertitel geholt. Die Bezirksklasse konte nicht gehalten werden. Ein besonderes Jahr sollte noch einmal die Saison 1972/73 werden. BSG-Vorsitzender wurde 1972 Armin Schieber, der dieses Amt mit großer Einsatzbereitschaft bis 2002 ausübte. Da der Sportplatz als Bauplatz für die neue Schule gebraucht wurde und ein neuer Platz erst gebaut werden musste, absolvierte man den Rest der Saison in Kunow. Nach dem Gewinn der Kreismeisterschaft meldete sich die Mannschaft aus dem Spielbetrieb ab. 1975 wurde ein Neubegin gestartet. Verdient machten sich in dieser Zeit besonders die Sportfreunde Detlef Albrecht, Arnold Bünger und Thomas Oertel.
An dieser Stelle soll stellvertretend das Wirken von Werner Splinter besonders hervorgehoben werden. Als junger Spieler war er an den Erfolgen der 60er Jahre beteiligt. Aber auch im höheren Alter blieb der Sportfreund Splinter aktiv, in der BSG-Leitung, aber auch als aktiver Spieler bis in sein sechstes Lebensjahrzehnt. Besonders verdient gemacht hat sich W. Splinter bei der Pflege und Unterhaltung des neuen Sportplatzes und Sporthauses. Leider verstarb Werner Splinter viel zu früh. Sein Name ist aber in der Erinnerung auf das engste mit dem Lindenberger Fußball verbunden.
Der neue Sportplatz befand sich neben der neuen Schule und wurde vom Sportverein und von der Schule genutzt. An die Erfolge der Vergangenheit konnte man nicht mehr anknüpfen, aber der Spielbetrieb wurde immer aufrecht erhalten. 1976/77 errichteten viele freiwillige Helfer gemeinsam mit den LPG-Maurern unter Leitung des Brigadiers Bernhard Schramm das Sporthaus der BSG.
Am 14.09.1990 erfolgte die Umbenennung des Vereins in “Lindenberger SV e. V.”. Eckhard Rauch übernahm von 2002 bis 2005 die Leitung des Vereins und danach bis heute Fred Schulze. Bewährte langjährige Kassierer waren Herrmann Kiekbach und bis heute Dieter Zell. Besonders hervorzuheben ist, dass es dem Verein gelungen ist, den Spielbetrieb trotz aller Probleme aufrecht zu erhalten. In den letzten Jahren zeichnete sich eine leichte Verbesserung auch in der Qualität der Arbeit ab. Junge Spieler bestimmen das Leistungsniveau und es ist zu hoffen, dass der Lindenberger Fußball bald auch wieder höherklassig spielt. Für die materiellen Voraussetzungen haben Aktive und Nichtaktive mit der Modernisierung des Sporthauses in jüngster Vergangenheit gesorgt.
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Volleyball wurde in Lindenberg schon Anfang der 50er Jahre gespielt. Damals dominierte aber eindeutig der Fußball und Volleyball spielte bald keine Rolle mehr. Im Sommer 1983 hatte sich dann in Erwartung der neuen Turnhalle, die im November eingeweiht werden sollte, eine Volkssportmannschaft Volleyball zusammengefunden. Zu ihr gehörten R. Knurbien, H. Schmidt, D. Zell, C. Rehorek, R. Lemm und A. Schülke. Am 1. Juni 1983 nahm diese Mannschaft aus Lindenberg am Sportfest der Werktätigen teil. Das war auch gleichzeitig der Gründungstag der neuen Sektion des Sportvereins.
Eine besondere Rolle in der Sektion spielte Hartmut Schmidt. Der junge Mann verlegte Anfang 1984 seinen Lebensmittelpunkt von der Ostsee in die Prignitz und gründete hier seine Familie. Im April 1984 wurde Hartmut Schmidt zum Sektionsleiter Volleyball im Lindenberger Sportverein gewählt und leitete die Sektion mit großer Umsicht. In den 80er und 90er Jahren war den Volleyballern aus dem kleinen Dorf der große Erfolg noch nicht gelungen, aber man behauptete sich immer besser im Feld der Volleyballmannschaften des Landkreises. In den vergangenen acht Jahren stellten sich auch die Erfolge allmählich ein, bis dann 2005/2006 der große Wurf gelang. Die Volleyballer aus Lindenberg holten das erste Mal den Kreismeistertitel des Landkreises Prignitz und das besondere daran: die Hälfte der Mannschaft stellte die Familie Schmidt. Der Vater und seine beiden Söhne waren der starke Rückhalt der Meistermannschaft. Leider erkrankte Hartmut Schmidt 2007 schwer und verstarb im November viel zu jung. Das war ein schwerer Schlag für alle Sportler. Den in der Saison 2007/2008 zum zweiten Mal errungenen Kreismeistertitel widmete die Mannschaft ihrem langjährigen Kapitän. Waren es am Anfang bis zu 20 Mitglieder, die regelmäßig jeweils am Montag trainierten sind es zurzeit 12 aktive Mitglieder, wovon 10 am Spielbetrieb teilnehmen.
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